SRH Klinikum Sigmaringen
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Urologische Beschwerden ernst nehmen: Früh handeln schützt vor Folgeschäden

Bei der Veranstaltung „Medizin kompakt erklärt“ im SRH Klinikum Landkreis Sigmaringen informierten Expert:innen über Prostatabeschwerden bei Männern und wiederkehrende Harnwegsinfektionen bei Frauen.

Im Mittelpunkt stand die Botschaft, Warnzeichen früh zu erkennen und Beschwerden nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Viele urologische Beschwerden bleiben lange unbeachtet, obwohl sie den Alltag deutlich beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zu ernsthaften Folgen führen können. Genau darüber informierten Expert:innen bei der Veranstaltung „Medizin kompakt erklärt – Urologische Gesundheit im Fokus“ im SRH Klinikum Landkreis Sigmaringen.

Im Mittelpunkt standen zwei häufige Themen: Prostatabeschwerden bei Männern sowie wiederkehrende Harnwegsinfektionen bei Frauen. Dr. med. Zoltan Varga, Chefarzt für Urologie, Kinderurologie und Uroonkologie, erklärte anschaulich, wie sich Veränderungen der Prostata auf das Wasserlassen auswirken können und welche Beschwerden ernst genommen werden sollten. Ines Plamper, Fachärztin für Urologie an den Waldburg-Zeil Kliniken Aulendorf, gab Einblicke in Ursachen, Behandlung und Vorbeugung wiederkehrender Harnwegsinfektionen bei Frauen.

Gerade bei Männern können typische Warnzeichen wie ein schwacher Harnstrahl, häufiger nächtlicher Harndrang oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können, auf ein benignes Prostatasyndrom hinweisen. Diese Beschwerden treten ab dem 50. Lebensjahr häufiger auf und sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden, da unbehandelt Restharn, Harnverhalt oder sogar Nierenschäden entstehen können.

Auch wiederkehrende Blasenentzündungen bei Frauen sind kein Bagatellthema. Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder Blut im Urin sind typische Symptome, Fieber und Flankenschmerzen können auf eine schwerere Infektion hindeuten und erfordern rasche medizinische Abklärung.

Die Referent:innen betonten, dass eine sorgfältige Diagnostik entscheidend ist. Je nach Beschwerdebild kommen Anamnese, Urinuntersuchung, Ultraschall, Harnflussmessung und Restharnbestimmung zum Einsatz, um die Ursache einzugrenzen und die passende Behandlung zu wählen. Diese reicht je nach Befund von medikamentösen Therapien bis zu operativen Verfahren.

Auch die Vorbeugung spielte eine wichtige Rolle. Ausreichendes Trinken, regelmäßiges Entleeren der Blase, sanfte und richtige Intimhygiene und das Vermeiden von Unterkühlung können helfen, Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Wer wiederholt unter urologischen Problemen leidet, sollte diese nicht einfach hinnehmen, sondern frühzeitig ärztlich abklären lassen.

Zwei Personen stehen vor einem Publikum, während eine Präsentation im Hintergrund läuft. Der Mann trägt ein rotes Hemd, die Frau ein schwarzes T-Shirt.
Urologische Beschwerden ernst nehmen, so der Rat von Ines Plamper, Fachärztin für Urologie an den Waldburg-Zeil Kliniken Aulendorf und Dr. med. Zoltan Varga, Chefarzt für Urologie, Kinderurologie und Uroonkologie am SRH Klinikum Sigmaringen