Im Rahmen der Aktion wird der Haupteingang des Klinikums am Freitag, 12. Juni 2026 von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr symbolisch geschlossen.
„Keine Reform auf Kosten der Versorgung“ SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen beteiligen sich am bundesweiten Aktionstag
Die SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen beteiligen sich am bundesweiten Aktionstag der Krankenhäuser unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“. Mit der symbolischen Schließung des Haupteingangs von 11:00 bis 13:00 Uhr machen die Kliniken auf die aus ihrer Sicht existenzgefährdenden Folgen des geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes aufmerksam.
Symbolische Schließung – Versorgung bleibt gesichert
Im Rahmen der Aktion wird der Haupteingang des Klinikums von 11:00 bis 13:00 Uhr symbolisch geschlossen. Wichtig für alle Patientinnen und Patienten:
Die medizinische Versorgung läuft uneingeschränkt weiter, alle Termine finden wie geplant statt, die Zentrale Notaufnahme ist geöffnet. Besucherinnen und Besucher werden vor Ort empfangen, über die Hintergründe informiert und zu den geöffneten Nebeneingängen geleitet.
Die Klinikleitung wird persönlich vor Ort sein und für Gespräche zur Verfügung stehen.
Klare Botschaft: Reform ja – aber nicht zulasten der Versorgung
Mit der Aktion setzen die SRH Kliniken gemeinsam mit zahlreichen Häusern in Baden-Württemberg ein deutliches Zeichen: Notwendige Reformen im Gesundheitswesen dürfen nicht zu Lasten der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeitenden gehen.
Der aktuelle Gesetzentwurf, der am 29. April 2026 im Bundeskabinett beschlossen wurde und noch vor der Sommerpause verabschiedet werden soll, hätte gravierende Folgen für die regionale Versorgung.
Konkrete Auswirkungen für Sigmaringen
Für die SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen würde das Gesetz – in Kombination mit weiteren finanziellen Einschnitten – dazu führen, dass sich das negative Ergebnis der Klinik nahezu verdoppeln kann. Weitere Einsparungen wären nur durch spürbare Einschnitte möglich – mit direkten Auswirkungen auf Personal und Leistungsangebot.
Gefahr für Personal und Versorgungsqualität
Besonders kritisch sehen die Kliniken die geplanten Kürzungen im Personalbereich. Trotz steigender Anforderungen und klarer gesetzlicher Vorgaben sollen Personalkosten künftig nicht mehr vollständig refinanziert werden. Dies stellt auch in Sigmaringen die in den vergangenen Jahren aufgebauten Pflegekapazitäten infrage. Gleichzeitig droht zusätzliche Bürokratie durch ausgeweitete Prüfungen, die wertvolle Ressourcen in der Patientenversorgung bindet.
Region hat bereits Strukturreformen umgesetzt
Der Landkreis Sigmaringen hat bereits weitreichende Strukturentscheidungen getroffen: Zwei von drei Krankenhäusern wurden 2022 geschlossen. Die vorhandenen Strukturen sind effizient – weitere Einschnitte sind aus Sicht der Verantwortlichen nicht mehr tragbar.
Gemeinsames Ziel des Aktionstags
Der Aktionstag verfolgt das klare Ziel, die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger für die Folgen der aktuellen Gesetzgebung zu sensibilisieren und Verbesserungen zu erreichen:
_Sicherstellung einer verlässlichen und auskömmlichen Krankenhausfinanzierung
_Erhalt der wohnortnahen medizinischen Versorgung
_Schutz von Arbeitsplätzen im Gesundheitswesen
_Abbau bürokratischer Belastungen zugunsten der Patientenversorgung
„Wir stehen rund um die Uhr für die Menschen im Landkreis bereit – und wir wollen, dass das auch in Zukunft so bleibt. Dafür brauchen wir faire Rahmenbedingungen“, so Sven Schönfeld, Geschäftsführer der SH-Kliniken Landkreis Sigmaringen.
Die SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen appellieren daher eindringlich an die Politik, das Gesetz im Sinne der Patientinnen und Patienten sowie der Beschäftigten im Gesundheitswesen nachzubessern.
