Ein Zwerchfellriss bringt das Leben von Hans-Michael Altenberg aus dem Takt. Wie moderne robotische Chirurgie im SRH Klinikum Sigmaringen ihm schnell zurück in den Alltag hilft.
Hans-Michael Altenberg ist 59 Jahre alt – und lebt für die Musik. Vor 17 Jahren machte der ehemalige Kommunikationstechniker sein Hobby zum Beruf. Heute unterrichtet er mit viel Leidenschaft Steirische Harmonika, gemeinsam mit seiner Familie, die ihn auch im eigenen Unternehmen unterstützt.
Was lange gut funktionierte, geriet in der Corona-Zeit ins Wanken. Neben den beruflichen Sorgen traten bei Altenberg plötzlich gesundheitliche Probleme auf. „Ich hatte immer öfter Atemnot, dazu kam starkes Sodbrennen. Irgendwann hat nichts mehr richtig geholfen“, erinnert er sich. Medikamente brachten keine nachhaltige Besserung.
Erst eine umfassende Untersuchung brachte Klarheit: ein Zwerchfellriss. Zunächst bestand kein unmittelbarer Handlungsbedarf, doch die Beschwerden nahmen zu. Im Dezember 2025 überwies ihn sein Hausarzt schließlich in die Allgemein- und Viszeralchirurgie des SRH Klinikums Sigmaringen.
„Ich habe mich schon gefragt, ob das Sigmaringer Klinikum die richtige Adresse für mich ist“, sagt Hans-Michael Altenberg offen. Mit diesen Zweifeln ging er in die Sprechstunde der Allgemein- und Viszeralchirurgie von Chefarzt Dr. Alexandros Kantas.
Dort wich die Skepsis schnell einem wachsenden Vertrauen. „Ich wurde sehr klar und verständlich aufgeklärt. Die Risiken, aber auch die Möglichkeiten wurden offen besprochen und ich hatte von Anfang an das Gefühl: Hier weiß man, was man tut.“
Die Diagnose machte eine Operation notwendig – durch den Zwerchfellriss hatte sich der Magen bereits in den Brustraum verlagert und teilweise eingeklemmt (paraösophageale Hiatushernie). Für Altenberg war das ein großer Schock. „Die Vorstellung einer Operation hat mir Angst gemacht. Und natürlich die Frage: Kann ich danach überhaupt wieder Harmonika spielen und unterrichten?“ Auch die Wahl des richtigen Krankenhauses beschäftigte ihn. Eine Behandlung in einer Universitätsklinik oder einem spezialisierten Zentrum standen auch im Raum.
Letztlich entschied er sich gemeinsam mit seiner Familie bewusst für das SRH Klinikum Sigmaringen. Ausschlaggebend war die fachliche Expertise, die Erfahrung von Chefarzt Dr. Kantas und seinem Team. „Die Chemie hat sofort gestimmt, das hat menschlich einfach gut gepasst“, so Altenberg.
Die geplante minimalinvasive Operation mit dem Da-Vinci-Operationssystem wurde ihm ausführlich erklärt. „Das klang erst einmal ungewohnt – dass der Operateur an einer Konsole arbeitet. Aber mir wurde genau erklärt, warum diese Methode Vorteile hat – vor allem weniger Belastung für den Körper und eine schnellere Erholung.“
Die robotisch assistierte Technik ermöglicht besonders präzise Eingriffe über kleinste Zugänge. Der Operateur steuert die Instrumente dabei von einer Konsole aus – mit hoher Beweglichkeit und genauester Kontrolle im Operationsfeld. Ein weiterer Faktor: die Nähe zum Wohnort. „Kurze Wege für meine Familie waren uns wichtig. Das hat vieles erleichtert.“
Am 20. März 2026 wurde Hans-Michael Altenberg von Chefarzt Dr. Kantas operiert. Der Eingriff dauerte rund zwei Stunden und verlief planmäßig. Bereits drei Tage später konnte er das Krankenhaus wieder verlassen.
Die minimalinvasive Operation machte sich schnell positiv bemerkbar: „Ich hatte nur fünf kleine Schnitte und erstaunlich wenig Schmerzen.“ Innerhalb kürzester Zeit waren die Atemprobleme komplett weg – ein befreiendes Gefühl. Auch das Essen funktionierte bald wieder – mit etwas Geduld. „Langsam essen, gut kauen – das gehört jetzt einfach dazu.“
Besonders hebt Altenberg die kontinuierliche Betreuung hervor: „Ich hatte immer die gleichen Ansprechpartner. Das gibt Sicherheit und schafft großes Vertrauen. Man wird nicht einfach durchgereicht.“
Sechs Wochen nach der Operation zeigt die Nachkontrolle ein gutes Ergebnis: alles ist gut verheilt. Seit Mitte April arbeitet Hans-Michael Altenberg wieder, zunächst mit etwas Zurückhaltung. Sein Instrument hat er vor Kurzem erstmals wieder in die Hand genommen. „Die Belastung für den Brustkorb muss ich noch dosieren – aber die Freude war sofort wieder da.“
Wenn er heute auf die vergangenen Monate zurückblickt, fällt ihm ein Lied ein: „Ich gehör’ repariert“ von Josh. Für ihn beschreibt es treffend die Mischung aus Verdrängung, wachsenden Beschwerden und der Entscheidung, sich behandeln zu lassen.
Heute geht Hans-Michael Altenberg bewusster mit seiner Gesundheit um. „Man merkt erst, wie wichtig Gesundheit ist, wenn etwas nicht mehr funktioniert.“ Zeit mit seiner Familie – seiner Frau, den Kindern und dem Enkelkind – hat für ihn noch einmal an Bedeutung gewonnen.
Und auch beruflich blickt er nach vorne: Seine Schülerinnen und Schüler dürfen sich freuen – ihr Harmonikalehrer „Hansi“ ist zurück. www.harmonikaschule.de
