Medizin kompakt erklärt! Informationsveranstaltung zur Beingesundheit im SRH-Klinikum Sigmaringen
„Starke Beine, sicherer Stand im Leben!“ – Wie frühe Diagnose Gefäße rettet
Mehr als 100 Besucher:innen kamen am 26. Februar 2026 ins SRH-Klinikum Sigmaringen, um unter dem Motto „Gesunde Gefäße – starke Beine!“ zu erfahren, wie man Durchblutungsstörungen rechtzeitig erkennt und behandelt. Chefärztin der Gefäß- und Endovascularchirurgie, Dr. med. Dolores de Mattia machte mit anschaulichen Beispielen und leicht verständlichen Erklärungen deutlich: „Wer seine Beine bewegt, bewegt etwas für sein ganzes Leben.“
Wenn jeder Schritt zählt
Schmerzen beim Gehen, kalte Füße oder schlecht heilende Wunden – all das können erste Anzeichen einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sein, umgangssprachlich auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. „Viele Betroffene wissen lange gar nicht, dass ihre Gefäße verengt sind“, erklärte Dr. de Mattia. Eine rechtzeitige Diagnose kann verhindern, dass aus leichten Beschwerden schwere Durchblutungsstörungen werden.
Moderne Medizin anschaulich erklärt
Mit beeindruckender Klarheit zeigte Dr. de Mattia die verschiedenen Untersuchungsschritte: von der körperlichen Untersuchung über Doppler-Ultraschall und Blutdruckmessungen bis hin zu Bildgebungsverfahren wie CT, MRT oder Angiographie. Die Teilnehmenden erhielten so einen direkten Einblick in die moderne Gefäßmedizin – verständlich erklärt und praxisnah gezeigt.
Kleine Eingriffe, große Wirkung
Auch die Behandlungsmöglichkeiten stellte die Chefärztin bildhaft dar: Ob Gehtraining und Medikamente, Ballondehnung und Stents oder Bypässe und operative Verfahren – entscheidend ist immer, frühzeitig aktiv zu werden. Minimalinvasive Eingriffe lassen sich heute oft ambulant durchführen, betonte sie, und bringen schnell spürbare Verbesserungen.
Fünf einfache Schritte für gesunde Gefäße
Regelmäßige Bewegung – tägliches Gehen trainiert die Beinarterien.
Rauchverzicht – die beste Gefäßprävention überhaupt.
Ausgewogene Ernährung – weniger tierische Fette, mehr Gemüse und Ballaststoffe.
Warnsignale ernst nehmen – Beinschmerz, Kältegefühl, Wunden beobachten.
Früherkennung nutzen – regelmäßiger Gefäß-Check ab 65 oder bei Risikofaktoren.
Fazit: Bewusstsein schaffen, bevor es weh tut
Der gut besuchte Infoabend zeigte deutlich: Aufklärung wirkt. Viele Besucher gingen mit neuen Erkenntnissen und Motivation nach Hause – und mit dem Vorsatz, künftig besser auf die eigenen Beine zu achten.
