SRH Klinikum Sigmaringen
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Erinnern und mahnen - Gedenkfeier für Holocaust-Opfer

Am Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2026 lädt das SRH-Klinikum Sigmaringen um 17 Uhr zur öffentlichen Feier in der Krankenhauskapelle ein, um der ermordeten Patient:innen zu gedenken.

Anlässlich des Internationalen Gedenktags für die Opfer des Holocaust findet am Dienstag, 27. Januar 2026, um 17 Uhr eine öffentliche Gedenkfeier in der Krankenhauskapelle des SRH-Klinikums Sigmaringen statt. Die Veranstaltung wird von der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und der Krankenhausseelsorge organisiert. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Programm der Gedenkfeier
Dr. Frank-Thomas Bopp, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, begrüßt die Teilnehmenden und gedenkt der Opfer. Insgesamt 90 Psychiatriepatienten des früheren Fürst-Carl-Landeskrankenhauses Sigmaringen wurden während des Holocaust ermordet. In den Jahren 1940 und 1941 wurden 91 von seinerzeit 213 Patienten abtransportiert und in den Tötungsanstalten in Grafeneck bei Münsingen und Hadamar bei Limburg vergast. Nur ein Deportierter entkam diesem Schicksal. „Eine ehrende Erinnerung an die Opfer durch diese Gedenkfeier ist mir besonders wichtig – als Mahnung, dass solches Unrecht nie wieder geschehen darf,“ betont Dr. Bopp.

Die musikalische Umrahmung der Gedenkfeier übernimmt der Krankenpflegeschüler Kevin Triebel an der Orgel. Kathrin Bauer, wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Grafeneck gibt interessante Einblicke in die Arbeit der Gedenkstätte. Klinikseelsorger Johannes Schramm teilt gemeinsam mit zwei Auszubildenden eindrucksvolle Erlebnisse von ihrem Besuch in der Gedenkstätte Grafeneck. Die Auszubildenden des Oberkurses waren gemeinsam mit Johannes Schramm dort, um sich der bewegenden Geschichte des Klinikums anzunähern.

Schweigegang und Zeremonie
Gegen 18 Uhr startet der Schweigegang zum Gedenkstein am Landratsamt Sigmaringen, wo Blumen abgelegt werden. Die Auszubildenden des Oberkurses werden die Namen der getöteten Menschen am Gedenkstein vorlesen. Das Mahnmal wurde zum 67. Jahrestag des ersten Transportes am 12. Dezember 2005 errichtet.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Gedenkfeier im Klinikum, dem Schweigegang sowie an der Zeremonie am Gedenkstein teilzunehmen.

 

Ein schmaler Weg führt durch einen Wald mit kahlen Bäumen, neben dem eine Holzbank steht, umgeben von herabgefallenem Laub.