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Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust am 26. Januar

Die Psychiatrische Klinik sowie die Krankenhausseelsorge der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen veranstaltet eine Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust am 26. Januar um 17 Uhr im PWG-Forum, neben dem SRH Krankenhaus Sigmaringen.

Anlässlich des Internationalen Gedenktags an die Opfer des Holocaust, findet am Vortag, 26. Januar, eine öffentliche Gedenkfeier im SRH Krankenhaus Sigmaringen statt. Sie wird von der Psychiatrischen Klinik sowie der Krankenhausseelsorge der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen veranstaltet und beginnt um 17 Uhr im PWG-Forum, Block E neben dem Krankenhaus Sigmaringen.

Dr. Frank-Thomas Bopp, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, begrüßt die Teilnehmenden und hält einen Kurzbeitrag zur Erinnerungskultur. Dabei gedenkt er den 90 ermordeten Psychiatriepatienten des früheren Fürst-Carl-Landeskrankenhauses Sigmaringen während des Holocaust. Insgesamt 91 von seinerzeit 213 Patienten wurden in den Jahren 1940 und 1941 abtransportiert und in den Tötungsanstalten in Grafeneck bei Münsingen und Hadamar bei Limburg vergast. Nur ein Deportierter entging diesem Schicksal. „Eine Erinnerung durch eine die Opfer ehrende Feierlichkeit ist aus meiner Sicht sehr wichtig, damit solche Gräueltaten nie wieder vorkommen. Nur noch wenige Zeitzeugen können davon berichten“, so Dr. Bopp.

Musikalisch umrahmt wird die Gedenkfeier von einem Trio, bestehend aus Klarinette, Cajón und Saxofon. Darauf folgt die Lesung „Ein zu kurzes Leben“, geschrieben von Lilo Braun. Dabei handelt es sich um eine Zeugengeschichte, die aus der Sicht eines Angehörigen erzählt wird. Die Lesung handelt vom Schicksal eines Menschen, der deportiert und in einer Tötungsanstalt umgebracht wird.

Gegen 18 Uhr findet ein gemeinsamer Schweigemarsch zum Gedenkstein am Landratsamt Sigmaringen statt, wo ein Blumenbouquet abgelegt wird. Das Mahnmal wurde zum 65. Jahrestag des ersten Transportes am 12. Dezember 2005 dort errichtet. Schüler der SRH Berufsfachschule für Pflege in Pfullendorf werden dort die Namen der Ermordeten verlesen. Begleitet wird dies musikalisch von einem Saxofon.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Die Gedenkfeier findet nach aktuellen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen statt. Masken werden kostenlos zur Verfügung gestellt.