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Stellungnahme der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen Geschäftsführung zum offenen Brief des Fördervereins Krankenhaus Bad Saulgau e.V.

23.09.2021

Der Förderverein Krankenhaus Bad Saulgau e.V. hat zum Thema „Geburtshilfe am SRH Krankenhaus Bad Saulgau“ einen offenen Brief an die Geschäftsführung und Gesellschafter der SRH Klinken Landkreis Sigmaringen und alle Kreistagsmitglieder des Landkreises Sigmaringen verschickt. Die regionale Presse hat darüber berichtet. Zu den im Brief dargestellten Sachverhalten nimmt Dr. Jan-Ove Faust, Geschäftsführer der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH und MVZ Tochtergesellschaften wie folgt Stellung.

Der Förderverein weist in seinem offenen Brief auf die bisher konstruktiven Gespräche mit den Hebammenbewerberinnen und der Stadt Bad Saulgau im Beisein der Vorsitzenden des Fördervereins hin. Wir haben diese Gespräche ebenfalls als sehr positiv bewertet. Leider wurden und werden von Seiten des Fördervereins die Ergebnisse jedoch immer wieder unzutreffend wiedergegeben.

Der aktuelle Sachstand ist folgender: Bislang konnten durch die Personalanwerbungsaktivitäten von Stadt und Förderverein Hebammen im Beschäftigungsumfang von mittlerweile 3 Vollkräften für einen Einsatz in der Bad Saulgauer Geburtshilfe gewonnen werden. Doch die interessierten Hebammen möchten im Hinblick auf ein Beleghebammensystem in einer anderen Schichtorganisation arbeiten, als es mit unseren derzeit tarifvertraglich tätigen Hebammen möglich ist. Trotzdem hatten wir uns darauf geeinigt, die neue Organisation zu verfolgen.

So haben wir zwar bislang neue Hebammen gewonnen, weil aber die anderen unter diesen Bedingungen nicht weiterarbeiten möchten, wurde ein Problem gegen ein anderes ausgetauscht, aber nicht das grundsätzliche Problem des Hebammenmangels behoben. Im Ergebnis haben wir wegen der geänderten Rahmenbedingungen nichts gewonnen. Entscheidend für den Personalbedarf ist die Summe der Beschäftigungsanteile und nicht die Zahl der teilnehmenden Hebammen.

Wenig hilfreich ist auch der Hinweis des Fördervereins auf Anerkennungspraktikantinnen, die erst langwierig weitergebildet werden müssen, um dann vielleicht eine staatliche Zulassung zu erhalten. Praktikantinnen haben wir bereits, weitere Praktikantinnen verbessern die Situation nicht. Es ist unseriös von Erfolg zu sprechen, wenn man nicht einsatzfähige Personen präsentiert.

Für die von den Hebammen geforderte Kreißsaalausstattung wurden erste Aufträge für Renovierungen in Auftrag gegeben. Weiteren Bedarf stimmen wir direkt mit den Hebammen ab, um dann auf den Förderverein zuzugehen. 

Würden die Unterstellungen der Fördervereinsvorsitzenden zutreffen, dass es unsererseits beabsichtigt gewesen ist, die Geburtshilfe nicht mehr zu eröffnen, hätten wir nichts unternommen. Stattdessen suchen wir mit großem Aufwand nach Hebammen und Leihkräften, die unter den nicht von uns geänderten Rahmenbedingungen arbeiten wollen. Die Geschäftsführung der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen weist deshalb die Vorwürfe des Fördervereins Krankenhaus Bad Saulgau e. V. zurück.

Wir erklären noch einmal ausdrücklich, dass wir die Geburtshilfe wieder öffnen, wenn genügend medizinisches Personal für eine sichere Geburt für Mutter und Kind zur Verfügung steht. Wir beabsichtigen unter diesen Voraussetzungen dann die Weiterführung, bis die Gesellschafter der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH einvernehmlich eine Entscheidung über die Umsetzung des Medizinischen Konzeptes getroffen haben.