Newsdetails

Moderne Therapie des Leistenbruchs - Kostenfreier Vortrag am 21. Februar

21.01.2019

Im Rahmen der Vortragsreihe 2019 referiert Dr. Dietmar Huss, Leitender Arzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am SRH Krankenhaus Bad Saulgau, am 21. Februar 2019, 19.00 Uhr im Konferenzraum des SRH Krankenhauses Bad Saulgau über die "Moderne Therapie des Leistenbruchs". Er informiert über die Ursachen und Symptome sowie die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten des Leistenbruchs und erklärt mit anschaulichen Beispielen und Bildmaterial die Vorgehensweisen beim Leistenbruch. Nach dem Vortrag steht er für Fragen zur Verfügung. Sie sind herzlich eingeladen.

Jährlich werden in Deutschland über 275.000 Leistenbruchoperationen durchgeführt. Bei Männern treten Leistenbrüche etwa 10-mal häufiger auf als bei Frauen. Dies ist anatomisch bedingt. Bereits während der Embryonalentwicklung entstehen in der Leistenregion die anatomischen Unterschiede zwischen Mann und Frau, weswegen Männer wesentlich häufiger als Frauen einen Leistenbruch erleiden. Ein Bruch, medizinisch Hernie genannt, ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchwand. Bei einem Leistenbruch erscheint in der Leiste meist eine Vorwölbung, die häufig schmerzfrei ist, sich zurückdrücken lässt und die im Liegen verschwindet. Bisher versuchte man diese "Bruchpforte" von außen zu verschließen. Routinemäßig angewendet werden die herkömmlichen Verfahren mit einem größeren Leistenschnitt und die modernen Verfahren der Laparoskopie mit 5-10 Millimeter kleinen Hautschnitten.

Die Minimal Invasive Chirurgie ist der Schlüssel zu dem Geheimnis von wenig Schmerzen, schneller Heilung und kleinen Narben. Die Methode der laparoskopischen Bruchversorgung unter Netzeinlage erfolgt mit den so genannten Spiegelgeräten. Bei einem Leistenbruch dringen Organe der Bauchhöhle (Bauchnetz, Darmanteile) durch Schwachstellen der Bauchdecke nach außen. Bisher war es das Prinzip der Chirurgie, diese Bruchpforte von außen zu verschließen. Durch die Möglichkeiten der Schlüssellochchirurgie gewinnt die Idee an Faszination, die Bruchpforte von innen zu schließen und somit auch die lästigen Narben zu ersparen.