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Corona-Expertenteam reagiert auf steigende Infektionszahlen

26.08.2020

Aufgrund der aktuell steigenden Infektionszahlen mit dem SARS-CoV-2-Erreger hat das Corona-Experten-Kernteam in den SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen das derzeitige Sicherheitskonzept für Patienten, Begleitpersonen und Besucher an allen drei Standorten verschärft. Der Stab, mit Vertretern von Medizin, Pflege und Verwaltung, wurde bereits im März etabliert und analysiert tagesaktuell die Entwicklungen, um schnell und angemessen bei geänderten Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Patientenschutz ist nicht verhandelbar

„Wir sind an unseren drei Krankenhaus-Standorten in Sigmaringen, Bad Saulgau und Pfullendorf auch bei steigenden Infektionszahlen für die medizinische Versorgung von Covid-19-Patienten sehr gut vorbereitet“, erklärt Dr. Jan-Ove Faust, Geschäftsführer der SRH Kliniken im Landkreis. „Wir haben alle Sicherungsmaßnahmen etabliert, um für unsere Patienten ein Infektionsrisiko weitestgehend auszuschließen. Patientenschutz ist für uns nicht verhandelbar. Gleichzeitig haben wir sichergestellt, dass unsere qualitativ hochwertige medizinische Behandlung von Patienten mit anderen Erkrankungen weiterhin gewährleistet werden kann.“

Innerhalb des Dreierverbundes ist am Standort Sigmaringen eine sogenannte Holding Area für Corona-infizierte Patienten und für Patienten mit Verdacht auf Covid-19 eingerichtet. Sie ist räumlich von den anderen Stationen getrennt. Befürchtungen, bei einem Patientenbesuch oder einem stationären Krankenhausaufenthalt mit dem Corona-Virus anzustecken, sind dzf. unbegründet. In den Krankenhäusern Bad Saulgau und Pfullendorf werden keine Covid-19 Patienten behandelt, ebenso keine Verdachtspatienten. Dort werden Patienten, falls ein Infektionsverdacht vorliegt oder es ein positives Testergebnis gibt, in die Holding Area am Standort Sigmaringen verwiesen bzw. zugewiesen.

Sicherheitsmaßnahmen für Patienten

Um einen bestmöglichen Sicherheitsstandard zu  gewährleisten, werden ab sofort alle stationären Patienten bei der Aufnahme getestet. Zudem unterliegen alle ambulanten und stationären Patienten beim Klinikzutritt einer qualifizierten Sichtung. Dazu gehören die Fiebermessung und die Beantwortung von Gesundheitsfragen. Patienten dürfen während ihres stationären Aufenthaltes das Krankenhaus nicht  verlassen. Damit wird sichergestellt, dass sie eine eventuelle Infektion durch Kontakt mit anderen Personen nicht in das Krankenhaus einbringen. An den Standorten Sigmaringen und Pfullendorf wurde jeweils eine ausgewiesene und abgegrenzte Freifläche eingerichtet, damit sich die Patienten risikofrei in einem Außenbereich aufhalten können. In Bad Saulgau wird dies derzeit vorbereitet.

Besuchs- und Zutrittsregelungen

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme, um das Infektionsrisiko zu minimieren, ist die geltende Zutritts- und Besuchsregelung. Besucher schützen ihre stationär aufgenommenen Angehörigen oder Freunde am besten vor einem Infektionsrisiko, wenn sie Ihre Besuche so weit als möglich reduzieren. Jeder Patient kann in der Zeit von 14 Uhr bis 17 Uhr von einer Person für maximal eine Stunde besucht werden. Angehörige werden gebeten, ihre Patientenbesuche im Vorfeld untereinander abzustimmen. Besuche außerhalb der Besuchszeit sind nur mit einer Sondergenehmigung des Arztes möglich.

Für alle Besucher gilt weiterhin die schriftliche Einlasskontrolle, ebenso müssen sie ihre persönlichen Kontaktdaten angeben. Das entsprechende Formular steht auf der  Homepage www.kliniken-sigmaringen.de als Download zur Verfügung, um potenzielle Wartezeiten beim Einlass zu reduzieren. Patienten und Besucher dürfen innerhalb der Besuchszeit das Krankenhaus nicht mehr gemeinsam verlassen, Besuche sind im Zimmer abzuhalten.

Begleitpersonen nur in Ausnahmefällen

Begleitpersonen von Patienten mit einem ambulanten oder stationären Termin haben keinen Zutritt. Ausnahmen sind Patienten mit Einschränkungen, Kinder und Angehörige mit Sondergenehmigung (ausgestellt vom behandelnden Arzt) und Schwangere zur Entbindung. Bei den Ausnahmen ist je eine Begleitperson zugelassen. Die Begleitpersonen müssen sich einer mündlichen Einlasskontrolle mit Gesundheitsfragen und einer Fiebermessung unterziehen.

Patienten, Besucher und Begleitpersonen müssen innerhalb des Krankenhauses folgende Schutzmaßnahmen einhalten:

  • die Maskenpflicht,
  • Desinfektion der Hände am Haupteingang, vor dem Patientenzimmer und beim Verlassen des Raumes,
  • die Abstandsregel von mindestens 1,5 Meter,
  • Verzicht auf Körperkontakt (Hand geben, Umarmungen) mit den Patienten,
  • die Nies- und Hustenregeln (in die Armbeuge oder in ein Taschentuch).

Wir bitten alle um Verständnis für diese Sicherheits- und Schutzmaßnahmen. Sie ermöglichen es den Krankenhausbetrieb aufrechtzuerhalten.