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BWTEX am SRH Krankenhaus Sigmaringen

21.10.2019

Am 19. Oktober fand BWTEX 2019 (Baden-Württembergische Terrorismusabwehr Exercise) statt. Dies war eine gemeinsame Übung der baden-württembergischen Polizei, der Bundeswehr und verschiedenen Institutionen des Bevölkerungsschutzes. Das SRH Krankenhaus Sigmaringen beteiligte sich an dieser Übung des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration in Baden-Württemberg. Die Patientenversorgung im SRH Krankenhaus Sigmaringen war während der Übung vollkommen gewährleistet.

Insgesamt wurde die Vollübung auf dem Truppenübungsplatz Heuberg in Stetten am Kalten Markt und an den drei mitübenden Standorten, dem Klinikum Friedrichshafen, dem Klinikum Konstanz und dem SRH Krankenhaus Sigmaringen mit  ca. 2.500 Übungsbeteiligten durchgeführt. Erstmalig wurde ein vollständig geschlossener Bearbeitungs- und Versorgungslauf (von der ersten Alarmierung bis zur Versorgung im Krankenhaus) geübt.  So wurde beispielsweise der Transport von Leicht- und Schwerverletzten, bodengebunden oder per Hubschrauber geprobt und damit vor allem die Maßnahmen des Alarm- und Einsatzplans „MANV – Massenanfall von Verletzten auf den Prüfstand gestellt.

Am SRH Krankenhaus Sigmaringen nahmen ca. 80 Mitarbeiter aus verschiedensten medizinischen Disziplinen, wie beispielsweise Notfallmediziner, Chirurgen, Internisten, aber auch Pflegepersonal und Mitarbeiter der Technik und Verwaltung an der Übung teil. Prof. Dr. Ernst Pfenninger,  Leiter Stabsstelle Katastrophenschutz am Universitätsklinikum Ulm und Übungsbeobachter am SRH Krankenhaus Sigmaringen,  dokumentierte die Übung fachlich und organisatorisch. „Das Ziel der Übung für unser Krankenhaus war das Training der Abläufe für einen Massenanfall an Verletzten. Darunter versteht man eine kurzfristige Häufung von Patienten mit unterschiedlichen schweren Verletzungen“, erklärt Professor Dr. Werner Klingler, medizinischer Übungsleiter BWTEX im SRH Krankenhaus Sigmaringen und Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie im SRH Krankenhaus Sigmaringen und SRH Krankenhaus Pfullendorf. „Wir haben unsere Alarmkette überprüft und konnten alle Übungspatienten  behandeln. Da unsere oberste Priorität im SRH Krankenhaus Sigmaringen der Sicherstellung der echten Krankenversorgung gilt, haben wir vorsorglich für die Übung eine zweite Dienstmannschaft bereitgestellt.  An Überraschungseffekten mangelte es natürlich dennoch nicht, die uns angekündigte Verletztenanzahl und -schwere änderten sich immer wieder. Trotz aller Überraschungseffekte haben alle Mitarbeiter in dieser Extremsituation sehr zielorientiert und konstruktiv zusammengearbeitet“, so das Übungsfazit von Professor Dr. Werner Klingler.