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Bei schweren akuten Beschwerden nicht warten

16.02.2021

In der Corona-Pandemie zögern Menschen oftmals bei akuten ernstzunehmenden Beschwerden das Krankenhaus aufzusuchen und sich behandeln zu lassen. Diese Tendenz zeigt sich auch in den SRH Kliniken im Landkreis. „Wir beobachten diese Entwicklung insbesondere bei Patienten mit Schlaganfällen, akuten Herzinfarkt-Symptomen, schweren Bauchschmerzen und auch bei onkologischen Patienten. Bei Herzerkrankungen kommen die Betroffenen beispielsweise trotz akuter Infarktsymptome erst durchschnittlich 3 bis 7 Tage nach dem ersten Auftreten zu uns in die Klinik“, erklärt Professor Dr. Georg von Boyen, Chefarzt der Inneren Medizin in den SRH Kliniken im Landkreis. Im Einzelfall können Behandlungsverzögerungen jedoch sehr schwerwiegende Folgen haben und im schlimmsten Fall zum Tode führen, warnt der Mediziner.

„Gehen Sie bei den ersten Anzeichen eines Herzinfarktes, Schlaganfalls, schweren Bauchschmerzen oder anderen schwerwiegenden Symptomen sofort ins Krankenhaus. Ihre Gesundheit steht auf dem Spiel“, appelliert Professor von Boyen an die Betroffenen. In den SRH Kliniken ist die Versorgung von Patientinnen und Patienten auch in der derzeitigen Pandemiesituation vollständig gewährleistet. Alle notwendigen Standardtherapien und moderne Therapieverfahren werden weiterhin angeboten. In allen drei SRH Krankenhäusern im Landkreis (Sigmaringen, Bad Saulgau, Pfullendorf) werden Patienten vor der stationären Aufnahme auf SARS-COV-2 getestet. Unabhängig von der jeweiligen Erkrankung werden Verdachtsfälle bis zur gesicherten Diagnose auf einer speziellen Station untergebracht, diese ist eindeutig  von anderen Stationen getrennt. Infektiöse Patienten werden dann ausschließlich am Standort Sigmaringen behandelt und hier bei strengen Sicherheitsstandards auf einer besonderen Station untergebracht.  Generell besteht für alle Patienten und Mitarbeiter eine FFP2 Maskenpflicht und alle  Patienten werden während ihres gesamten stationären Aufenthaltes in einem bestimmten Turnus regelhaft auf eine Infektion getestet. Das Personal ist für die Behandlung von COVID-19 Patienten geschult und wir arbeiten nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, um die Patienten vor einem Infektionsrisiko bestmöglich zu schützen.