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Auszeichnung als „Regionales Traumazentrum DGU am SRH Krankenhaus Sigmaringen“

16.08.2018

Das Regionale Traumazentrum DGU am SRH Krankenhaus Sigmaringen wurde nach einer erfolgreichen Auditierung erneut ausgezeichnet. Das Zertifikat bestätigt die Zugehörigkeit zu einem zertifizierten TraumaNetzwerk DGU®. Jeder Schwerverletzte soll unabhängig von Ort und Zeit die gleichen Überlebenschancen haben. Deshalb schließen sich Kliniken einer zur besseren Versorgung der Schwerverletzten in speziellen Netzwerken zusammen.

Qualität und Sicherheit in der Schwerverletztenversorgung erfordern eine flächendeckende Bereitstellung leistungsstarker Versorgungseinrichtungen, die rund um die Uhr jede Verletzung bei jedem Patienten behandeln können. „Mit unserem zertifizierten regionalen Traumazentrum am SRH Krankenhaus Sigmaringen sichern wir mit allen beteiligten Partnern die Notfallversorgung von Schwerverletzten für den Landkreis Sigmaringen innerhalb der Traumanetzwerkregion Oberschwaben-Bodensee“, erklärt Melanie Zeitler-Dauner, Geschäftsführerin der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen.

„Zur Teilnahme am Netzwerk als Traumazentrum müssen sich die Kliniken regelmäßig auditieren und zertifizieren lassen. Dabei gibt es drei Stufen: das lokale, regionale und überregionale Traumazentrum“, erläutert Dr. Philipp Wagner, Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und einer der Traumateam-Leader im SRH Krankenhaus Sigmaringen. Die Abstufung entspricht den Anforderungen an die Klinikausstattung gemäß Weißbuch Schwerverletzten-Versorgung. Ein Traumazentrum verfügt neben fachlichen Kompetenzen über spezielle personelle, strukturelle und apparative Ressourcen. Diese sind im Weißbuch dargelegt und tragen zur Förderung von Qualität und Sicherheit bei.

Ein wichtiger Baustein bei der optimalen Patientenversorgung ist das bestehende Telemedizinnetzwerk Baden-Württemberg. Es ermöglicht die Übertragung von Röntgenbildern in Echtzeit zwischen den Netzwerkpartnern, sodass bspw. bei einer schweren Schädelverletzung Spezialisten verschiedener Krankenhäuser die Diagnose und weitere Behandlung gemeinsam festlegen. Im konkreten Beispielfall erfolgt dies mit den Neurochirurgen des St.Elisabethen-Klinikums in Ravensburg.

Die Anforderungen an Traumazentren sind komplex, u.a. gehören dazu:

• Ein Traumazentrum garantiert die Aufnahme Schwerverletzter 24/7.

• Es gibt definierte Kriterien zur Zuweisung eines Schwerverletzten in eine Klinik.

• Alle Schwerverletzten werden nach den Algorithmen evidenzbasierter Leitlinien behandelt.

• Eine flächendeckende telemedizinische Kommunikation innerhalb der Traumanetzwerke.

• Die Traumazentren nehmen an internen und externen qualitätssichernden Maßnahmen

  teil, u.a. am Trauma-Register DGU®.

• Ärzte und Pflegepersonal werden durch Hospitationen, Austauschprogramme und

  gezielte Fort- und Weiterbildungsprogramme qualifiziert.

Zu der Initiative TraumaNetzwerk DGU® gehören derzeit 677 Kliniken aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und Luxemburgl. Die Kliniken haben sich regional und grenzüberschreitend zu 53 zertifizierten Traumanetzwerken zusammengeschlossen